Referat von Prof. em. Dr. Hans-Christoph Binswanger
Kurzlesung aus Goethes Faust: Mario Fuchs
Eintritt: 6.– EUR
Goethes Faust ist von einer kaum fassbaren Aktualität. Denn von nichts Geringerem handelt Goethes Hauptwerk als vom Dogma der Moderne: Das Wachstum der Wirtschaft sei der Maßstab für die Entwicklung der Menschheit.
Goethe, der für Wirtschaftsfragen zuständige Minister am Weimarer Hof, kannte sich aus mit der Ökonomie – und deutet sie im Faust neu. Er erklärt die Wirtschaft als einen alchemistischen Prozess: die Suche nach dem künstlichen Gold mit modernen Mitteln.
Der Nationalökonom (und Doktorvater des ehemaligen Deutsche-Bank-Chefs Josef Ackermann) Professor Hans Christoph Binswanger führt mit seinem Referat über „Geld und Magie“ seine Auslegung des Faust nah an die tagesaktuellen Debatten – und verblüfft mit seiner Auslegung des Hauptwerkes der deutschen Literatur, denn als Wirtschaftsfachmann wurde das Universalgenie Goethe bisher noch nicht wahrgenommen.
Der Basler Schauspieler Mario Fuchs liest zwei Szenen aus Faust II.
Michael Endes Kinderbuchklassiker Momo beschreibt, wie sich eine Kleinstadt im Kampf gegen graue Herren verändert. Sie überzeugen Menschen, ihre Zeit in einer Zeitsparkasse zu sparen.
Der poetische Dokumentarfilm „40 Jahre Momo“ wirft einen neuen Blick auf die Geschichte und zeigt, dass Momo eine Einladung ist, grundlegende ökonomische Strukturen zu überdenken. Michael Ende hat mit Momo den Zusammenhang zwischen Geld und Zeit deutlich gemacht. Oliver Sachs’ Film zeigt Begegnungen mit Menschen aus Michael Endes engem Freundeskreis und ein bisher unveröffentlichtes Interview mit dem verstorbenen Autor über den Einfluss von Geldsystemen auf Gesellschaft und Umwelt.
Die Geschichte von Momo fordert ihre Leser auf, über die Werte ökonomischer Strukturen nachzudenken – und das Zuhören mit ungeteilter Aufmerksamkeit wieder zu erlernen. Im Anschluss an den Film wird Oliver Sachs, Regisseur und Prozessbegleiter, eine Übung des tiefen Zuhörens anbieten und steht für ein Gespräch zur Verfügung.
Die Gruppe KulturAcker, bestehend aus fünf jungen Ökolandwirt- und Gärtner*innen ruft in Freiburg ein neue Form gemeinschaftsgetragener Landwirtschaft ins Leben.
Stadtnahe Ackerparzellen werden von Landwirten mit Gemüse bepflanzt und im Frühjahr an die Projektteilnehmer*innen vergeben. Somit bietet der Acker vielen Menschen in Freiburg die Chance einer sehr intensiven Auseinandersetzung mit der praktischen Lebensmittelerzeugung und der Gestaltung unserer Kulturlandschaft. Zusammen mit Dir soll unser gemeinsamer Acker zu einem Ort der Vielfalt und Begegnung, einem Ort des Lernens und des Austausches werden, in dem sich eine neue Form der AgriKultur entfalten kann.
Wir suchen Unterstützer-, Mitstreiter*innen, Gleichgesinnte und den Austausch mit der Freiburger Szene rund um kommunale Ernährungspolitik, Urban Gardening, Ökolandwirtschaft und Transitiontown. Besonders würden wir uns über potentielle Mitglieder freuen, die Lust haben, den Prozess der Projektentwicklung von Anfang an zu begleiten.
Mit der Gemeinwohlökonomie ist es gelungen, die bisher unterbelichtetenWirkungen des Wirtschaftens auf das Gemeinwohl ins Bewusstsein zu heben. Mittlerweile sind die Ansätze auch in der Wirtschaft und der Politik akzeptiert. Immer mehr Unternehmen erstellen eine Gemeinwohlbilanz und die Gesetzgeber bereiten die ersten gesetzlichen Regeln zur Berichterstattung von sozialen und ökologischen Faktoren vor.
Christian Felber stellt das Konzept der Gemeinwohlökonomie ausführlich vor. Im Anschluss skizziert Christian Hiß, Gründer der Regionalwert AG Freiburg, die Methodik zur Erfassung der sozial-ökologischen Wertschöpfung für die Regionalwert Aktionäre. Im anschließenden Gespräch diskutieren sie die Gemeinsamkeiten und die Besonderheiten dieser beiden Wirtschaftskonzepte und ihre praktischen Resultate mit dem Publikum.
Die Gemeinwohlökonomie: Wie würde eine Ökonomie aussehen, in der nicht das Geld, sondern das Gemeinwohl zum obersten Ziel des Wirtschaftens wird?
Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Modellentwurf einer ethischen Wirtschaftsordnung, die für alle Menschen die gleichen Rechte, Freiheiten und Chancen vorsieht. Sie überwindet das Grundproblem der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung – die Verwechslung von Ziel (Gemeinwohl) und Mittel (Geld). Der neue Fokus richtet sich auf die Mehrung des Gemeinwohls anstatt auf die Mehrung des Kapitals.
Unternehmerische Energie wird über die Gemeinwohl-Bilanz auf jene Grundwerte der Gesellschaft gelenkt, die auch im privaten Bereich angestrebt werden. Anstelle von Konkurrenzdenken und Profitmaximierung werden Kooperation und die Mehrung des Gemeinwohls zum Maßstab unternehmerischen Erfolgs.
Was sind die nächsten notwendigen Schritte zu einem Wirtschaften, das die Leistungen und Verluste an den Gemeingütern bindend berücksichtigt?
Diese Frage wird nach dem Vortrag von Christian Felber diskutiert.
Gemeinwohlökonomie Regionalgruppe Freiburg
Regionalwert-Partner-2014
Muster für Produktlabel Gemeinwohlbilanzierung
Politik kann die multiple Krise nicht lösen
@ Kurhaus Kirchzarten
Warum die Politik die multiple Krise nicht lösen kann.
Wo gibt es Handlungsmöglichkeiten für Naturschützer/-innen?
Vortrag von Wolfgang Dietsche, Historiker
„Man ist dabei, die menschliche Zivilisation (…) zu zerstören – und das im Namen des dümmsten Gesetzes der Welt, nämlich der Gewinnmaximierung.“ (Pierre Bourdieu, französischer Philosoph 1930-2002) Wo liegen die Ursachen für weltweite Umweltzerstörung, Hunger, Verelendung, Krieg und Terror in immer mehr Ländern, und anwachsende Flüchtlingsströme? Gibt es Lösungsmöglichkeiten und was kann der/die Einzelne tun? Im Vortrag soll versucht werden, Antworten auf diese Fragen zu geben – und zwar jenseits der Verlautbarungen, die wir täglich in den Massenmedien vorgesetzt bekommen.
Es geht bei der Exkursion um die Erkundung regional-ökologischer Versorgungswege in und um Freiburg.
Diesmal werden wir in Freiburg bleiben und eine Führung in der Brauerei Feierling erleben, anschließend besuchen wir das neue vegetarische Bio Restaurant Adelhaus um dann die Food Coop in Vauban kennenzulernen. Ausklang ist wie immer in der Kantine Vauban bei einem leckeren Mahl!
Anmeldung für die Exkursion ist für max 20 Freiburgerinnen und Freiburger möglich, bitte einfach eine Email aninfo [ät] agronauten.net senden.
Small is beautiful´ ist nicht überkommen, sondern aktueller denn je. Das Wirtschaftswachstum stößt an seine ökonomischen Grenzen. Das als „Peak Oil“ apostrophierte Phänomen einer zu erwartenden Ressourcenverknappung weitet sich absehbar zu einem herannahenden „Peak Everything“ aus. Wer von monetär basierter Fremdversorgung abhängig ist, verliert seine Daseinsgrundlage, wenn die Geld speiende Wachstumsmaschine ins Stocken gerät.
Sozial stabil sind nur Versorgungsstrukturen mit geringer Distanz zwischen Verbrauch und Produktion. Viele Bedarfe ließen sich durch regionale Märkte und verkürzte Wertschöpfungsketten befriedigen.
Als „Postwachstumsökonomie“ wird eine Wirtschaft bezeichnet, die ohne Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und mit einem vergleichsweise reduzierten Konsumniveau über stabile Versorgungsstrukturen verfügt. Sie grenzt sich aber klar von landläufigen Nachhaltigkeitsvisionen, wie „qualitatives“, „nachhaltiges“ oder „grünes“ Wachstum ab.
Prof. Dr. Niko Paech ist einer der profiliertesten Verfechter der Postwachstumsökonomie in Deutschland. Er wird an diesem Abend die Grundzüge darstellen und erläutern.
Zu Beginn des Jahres 2017 sucht die GartenCoop Freiburg mehrere Nachfolger_innen für austretende Mitglieder. Diese Info-Veranstaltung ist für alle, die noch nicht lange in der GartenCoop dabei sind, Interessierte und Menschen, die jetzt neu dabei sein möchten.
Wir werden die Merkmale der solidarischen Landwirtschaft in der GartenCoop durchgehen, aus den Erfahrungen der letzten 6 Jahre erzählen und auf eure Fragen eingehen.
Wir fangen pünktlich um 19h an und hören um 21h, da danach die Kneipe beginnt und es im Café laut und unruhig wird.
Während der Kneipe gibt es die Gelegenheit sich informell auszutauschen, andere GartenCoopler_innen kennenzulernen, sowie auch Nägel mit Köpfen zu machen und der Kooperative beizutreten.
Freiburg leidet unter einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum – aber ebenso an einem rasanten Flächenverbrauch, der v.a. Ackerland und Wald betrifft.
Die Stadt Freiburg plant einen großen neuen Stadtteil Dietenbach auf 160 Hektar und viele weitere Neubaugebiete. Daran regt sich Kritik – von Umweltverbänden ebenso wie von Stadtteilvereinen und Bauerninitiativen, die mit Traktor-Demonstrationen auf das Problem aufmerksam machten.
An diesem Abend diskutieren sie im ImpulsCafé mit Vertretern der sozialen Bauwirtschaft über mögliche Alternativen. DiskussionspartnerInnen sind:
# Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V.
# Martin Linser, BI Landwirtschaft Dietenbach
# Jörg Dengler, Stadtteilverein Vauban
# Stefan Rost, Mietshäusersyndikat
Im ImpulsCafé kann man kontroverse Themen entspannt diskutieren – bei einem von Ehrenamtlichen organisierten kleinen Buffet, und unter dem Motto „raus aus der Filterblase„.
Zu Beginn des Jahres 2017 sucht die GartenCoop Freiburg mehrere Nachfolger_innen für austretende Mitglieder. Diese Info-Veranstaltung ist für alle, die noch nicht lange in der GartenCoop dabei sind, Interessierte und Menschen, die jetzt neu dabei sein möchten.
Wir werden die Merkmale der solidarischen Landwirtschaft in der GartenCoop durchgehen, aus den Erfahrungen der letzten 6 Jahre erzählen und auf eure Fragen eingehen.
Wir fangen pünktlich um 19h an und hören um 21h, da danach die Kneipe beginnt und es im Café laut und unruhig wird.
Während der Kneipe gibt es die Gelegenheit sich informell auszutauschen, andere GartenCoopler_innen kennenzulernen, sowie auch Nägel mit Köpfen zu machen und der Kooperative beizutreten.
liebe Freundinnen und Freunde der Universität Freiburg,
am Samstag, 22. April 2017 findet in Freiburg ein March for Science statt, der auf eine von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität getragene Initiative zurückgeht. Am selben Tag wird es weltweit vergleichbare Veranstaltungen geben. Mit diesen Marches for Science setzen wir, die Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, mit breiter Unterstützung aus Politik und Gesellschaft ein starkes Zeichen gegen die international feststellbare Zunahme wissenschaftsfeindlicher Entwicklungen: tendenziöse und lautstarke Leugnung oder Relativierung von Forschungsergebnissen, Repressionen gegen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, massive Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit.
Ich würde mich sehr freuen über Ihre Teilnahme am Freiburger March for Science, der durch alle Hochschulen und Forschungseinrichtungen Freiburgs und der Region unterstützt wird: Lassen Sie uns gemeinsam deutlich machen, dass die Wertschätzung von Expertentum und wissenschaftlich gesicherter Erkenntnis eine entscheidende Voraussetzung bildet für das Vertrauen in eigene Standpunkte und die eigene Zukunft, für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Dialogfähigkeit.
Der Freiburger March for Science wird am Samstag, 22. April 2017, um 11.00 Uhr auf dem Platz der Weißen Rose (Innenhof im Unizentrum) starten und mit einer Kundgebung auf dem Augustinerplatz (ca. 12:30 Uhr bis 13:00 Uhr) enden. Für die Kundgebung sind Beiträge von Seiten der Albert-Ludwigs-Universität, der Stadt Freiburg und von Vertretern der Freiburger Stadtgesellschaft geplant.
Wir, die Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, sind gefordert, für deren freie Entfaltung öffentlich Position zu beziehen. Ich bin mir sicher, dass wir in Freiburg ein weithin sichtbares Zeichen setzen können, und danke Ihnen schon jetzt für Ihre Unterstützung.
Mit den besten Grüßen
Ihr
Hans-Jochen Schiewer
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Professor Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer
Rektor der Albert Ludwigs Universität
Am Fahnenbergplatz, 79085 Freiburg
Telefon 0761 203 4315/4243
Telefax 0761 203 4390
Earth Day-Jahres-Motto 2017: Green IT für’s Klima Unsere Kommunikation wird grüner!
Konflikte zwischen den Kaiowá und der Agrarwirtschaft.
Vortrag des Guarani-Kaiowá Häuptling Ládio Verón aus Mato Grosso do Sul, Brasilien.
Aktuell prägen bereits Hunger und Selbstmorde in den Gemeinden sowie Morde an indigenen Aktivist/innen das Leben der Guarani-Kaiowá deren Gebietsanteil durch den Nationalkongress von 13 auf 2,6% im Interesse von Agrarkonzernen verkleinert werden soll.
Das filmische Ergebnis einer weltweiten Suche nach Leuten, die Lösungen anbieten… präsentiert das Kino in der Rainhofscheune. Veranstalter ist Sibylle Steinweg und der BuchladenRainhofscheune.
Dieser mitreißende Dokumentarfilm zeigt weltweite Projekte und Initiativen, die alternative, ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen für eine bessere Welt verfolgen. Er zeigt Antworten und Lösungsansätze auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. TOMORROW beweist, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden.
Mieterstrom könnte sich zu einem wichtigen Ansatzpunkt für die dezentrale Energiewende entwickeln. Das Thema Mieterstrom und die beiden Beispiele der Solar-Bürger-Genossenschaft, umgesetzt mit BHKW in der Hebelstrasse in Gundelfingen und in der Umsetzung mit dem Wohnprojekt schwereLos im Gutleutmatten können vielfältige Anregungen geben.
Durch den Bau von Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern und die Nutzung des Solarstroms vor Ort lässt sich die Energiewende aktiv voranbringen. Damit dieses Potential besser genutzt wird, verabschiedet der Bundestag ein Mieterstromgesetz noch vor der Sommerpause.
Einen Tag vor der geplanten Verabschiedung des Mieterstromgesetzes im Parlament organisiert die Solar-Bürger-Genossenschaft eine Veranstaltung zum Thema „Mieterstromförderung nutzen!“. Ziel ist über die Möglichkeiten des Gesetzes und die darin steckenden Chancen für Mieter und Vermieter zu informieren.
Auf der Veranstaltung berichtet die Rechtsanwältin Jenny Kortländer, LL.M. (QUT, Brisbane), Mitglied der Kanzelei Rechtsanwälte Günther aus Hamburg wie die gesetzliche Lösung im Einzelnen aussieht, wer sie nutzen kann und was es zu beachten gilt. Ergänzend wird das gerade in der Umsetzung befindliche Mieterstromprojekt des Wohnprojekts schwereLos im Gutleutmatten aus dem Zusammenhang des Mietshäuser Syndikats vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Wohngebäude mit 19 Mietparteien. Das Mieterstromprojekt wird zusammen mit der Solar-Bürger-Genossenschaft umgesetzt, die die Investitionskosten sowie Planung, Installation, Betrieb und Abrechnung der Photovoltaikanlage übernimmt.
Seit März gibt es auch in Freiburg eine Offene Werkstatt – das FREILab.
Am 1. Juli 2017 laden wir euch ein zu unserem ersten Tag der offenen Tür!
Kommt vorbei und seht selbst, wie ein 3D-Drucker Objekte aus dem Nichts
erschafft und wie ein Lasercutter euren Namen graviert. Oder legt selbst
Hand an, baut ein Bächleboot aus Holz und näht ein passendes Segel dazu.
In der Mitmachwerkstatt FREILab gibt’s genug Möglichkeiten für alles, was das Do-it-yourself-Herz begehrt!