WandelGarten Logo_72dpi_BSGemeinschaftlich gärtnern in der Stadt

Wer sind wir?
Wir sind eine Bürgerinitiative in der der Transition Town Freiburg und in der weltweiten Bewegung „Urban Gardening“ (Stadtgärtnern). Jede*r kann bei uns mitgärtnern. Wer mitgärtnert, kann miternten.

Warum gärtnern wir gemeinsam?
Wir haben Freude am gemeinsamen Gärtnern ohne Chemie und ohne Maschinen. Wir teilen unser Wissen und die Ernte. Wir haben Freude am Umgang mit Pflanzen. Wir bauen eine Vielfalt an samenfesten, oft alten Gemüsesorten, Gewürz- und Heilkräutern an. Wir bauen guten Boden und produzieren eigenen hochwertigen Kompost und Wurmkompost in einer Wurmfarm. Wir erleben die Kreisläufe der Natur und lernen von ihr. Wir be-greifen im wahrsten Sinne die Erde, auf der wir gehen, die uns trägt, die uns ernährt.

Wo ist der Garten?
Direkt gegenüber der Endhaltestelle der Straßenbahn-Linie 3, Innsbrucker Straße, beim Weidenpalast. Auf dem Gelände des Vereins für autofreies Wohnen e.V., das wir nutzen dürfen.

Wie kann ich mitmachen?
Komm einfach vorbei und werkele mit!
Wir treffen uns Dienstag und Donnerstag ab 15 Uhr außer bei Regen (Stand: Oktober 2017)
 
Aktuelle Infos sind auf der Stellwand am Eingang zu finden. Du brauchst keine Vorkenntnisse.

Kontakt:
Bevorzugt per Mail: wandelgarten[at]ttfreiburg.de
Tel. 0761-40 11 98 15
Homepage: wandelgarten.ttfreiburg.de

 

Wer gestaltet den Garten?

Wir sind ein nachbarschaftliches Netzwerk von Menschen aller Generationen mit einer Vielfalt an Erfahrungen und Interessen, vorwiegend aus den Stadtteilen Vauban, St. Georgen und aus Merzhausen. Wir planen und gestalten den Garten gemeinsam. Beerensträucher, Blumen und Stauden umrahmen ihn, emsig besucht von den Bienenvölkern des Vauban-Imkers Wolfgang Berger. Viele sind erstaunt, welche Vielfalt an bekannten und weniger bekannten Gemüsesorten und Kräutern sowie an Anbauformen (Hoch-, Hügel- und Lasagnebeete) sich auf dem 800qm-Gelände befindet.

Ort des Austauschs und der Begegnung

Wir Garten-Aktiven sind keine Profis, sondern lernen gemeinsam mit- und voneinander. Der Garten hat keine Zäune, ist frei für jeden zugänglich. Er ist somit ein idealer Kommunikationsort für spontane Begegnungen. Wir lernen dabei im Austausch miteinander, aber auch mit Passanten und Besuchern sowie Besuchergruppen aus aller Welt und geben unser Wissen gern weiter. Benutzer von Bus und Straßenbahn nutzen Wartezeiten an der direkt gegenüber liegenden stark frequentierten Umsteigestelle zu kurzen oder längeren Besuchen und Rundgängen im Garten. So entwickelt sich der Garten zu einem Lern- und Austauschort, wo sich Menschen spontan treffen, sich umzuschauen, zusammen aktiv werden. So entstehen viele spontane Gespräche zu biologischer Landwirtschaft, Ernährungssouveränität, zu Permakultur und erneuerbaren Energien, autofreiem Wohnen und vielen Themen, aus denen wir und unsere Besucher Anregungen und neue Ideen schöpfen. Mehrere Dozent*innen der Permakultur nutzen den Garten als Anschauungs- und Lernort für die Studierenden zum Thema Boden und Kompost.

Gemeinsam planen, säen, pflanzen, pflegen, auswerten, feiern

Zu Beginn jedes Gartenjahres planen wir gemeinsam, was wir im neuen Jahr säen und pflanzen wollen. Wir stellen zu Beginn jeden Monats gemeinsam eine Liste von Aktivitäten zusammen, und wer sich wofür verantwortlich fühlt. Es entstehen auch immer wieder neue Projekte, die uns zum Teil länger beschäftigen – wie das Projekt „Guten Boden machen“ und „Paprika statt Parkplatz“. Zum Werkeln und Austausch treffen wir uns zweimal pro Woche, um das Geplante umzusetzen. Und finden auch immer wieder Anlässe, gemeinsam zu feiern.

Projekt Guten Boden machen

Im fortlaufenden Projekt „Guten Boden machen“ bauen wir den kargen Boden allmählich wieder auf. Das Gartenamt der Stadt Freiburg und die Nachbarschaft unterstützen uns tatkräftig dabei: die Bio- Kantine in der VillaBan mit Gemüseresten für die Wurmfarm, der Kinderabenteuerhof mit Mist, Cafés spenden uns Kaffeesatz.

Hier stellen wir hochwertigen Wurmkompost her. Wir führen jährlich mehrere Workshops „Wurmkompost selbst machen“ durch, in denen wir unsere Erfahrungen an Nachbarn und Interessenten weitergeben und publizieren diese auch bei anstiftung.de als Anregung für andere, hier lesen.

Die Mitgründerin des WandelGartens Monica Lüers hat sich zur Spezialistin für Bokashi entwickelt und gibt ihre Erfahrungen gern weiter: lueers.monica[at]gmail.com.

Soja-Projekt

Wir haben mitgemacht im deutschlandweiten 2000-Gärten-Projekt „Wir machen Soja heimisch“ (2016), das von der Universität Hohenheim wissenschaftlich begleitet und im WandelGarten von uns eine Saison lang betreut wurde. Wir konnten der Hochschule im September 2016 mehr als 4000 Hülsen aus 12 verschiedenen bei uns angebauten Saatlinien zur Auswertung zusenden. Erforscht wird, wo welche Sojasorten in Deutschland am besten gedeihen, um von Importen und gentechnischen Bohnen unabhängiger zu werden.

Projektlernen im Garten für Kindergruppen und Schulklassen

In den Sommerferien betreuen wir jedes Jahr zusammen mit dem Gartenamt eine Gruppe von Ferienpass-Kindern. Sie können den Garten erforschen, Kartoffeln ernten, das Leben in der Wurmfarm und im Bach erkunden und Kräuter suchen, aus denen sie sich Tee vor Ort zubereiten.

Mit bisher 10 Schulklassen und mehr als 250 Schülern führten wir 2016 und 2017 das Nachhaltigkeitsprojekt „Paprika statt Parkplatz“ durch, gemeinsam mit der Innovation Academy e.V., dem Autofreiverein e.V., dem International World College sowie dem Tofu-Hersteller „Taifun“. In jeweils kleinen Gruppen bauten sie Hochbeete, erlernten Methoden der Kompostherstellung, machten Studien zur nachhaltigen Stadt- und Freiflächenentwicklung und eine Rallye, um das Mobilitätskonzept des Stadtteils Vauban zu erkunden. Sie ermittelten den Flächenverbrauch durch versiegelte Flächen im Stadtteil und berechneten, wie viele Hochbeete auf die Fläche eines Parkplatzes passen würden und was man darin an Essbarem anbauen könnte, um eine Familie zu versorgen.

Der Wandelgarten arbeitet mit Wurmhumus. Weitere Informationen im Flyer, Link unten:

2016_04_09 Wurmhumus Flyer

 

Der WandelGarten Vauban wird gefördert durch die    

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