Jugend trainiert für Transition…

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Die Arbeiterbewegung der Älteren hat es wohl versäumt die „20-Stundenwoche“ zu erstreiten – stattdessen gibt’s immer mehr „Bullshit Jobs“ und die 40-Arbeitstundenwoche. Wofür? Damit es den eigenen Kindern mal besser geht – bis an die Grenze der planetaren Belastung… Und nun das. Es gibt eben kein Recht auf Gehorsam!

„Occupy – friday for future“ steht scheinbar neuerdings auf dem selbstbestimmten Bildungsplan vieler Schülerinnen und Schüler. Das klingt wie die Wiederaneignung von Lebenszeit, die ihre Legitimation als Schulzeit Tag für Tag einbüßt. Warum auch nicht? Der schulpflichtige Samstag ist ebenfalls Vergangenheit.

Es ist Freitag. Das heißt: ein „Friday for Future“. Heute soll der bisher größte Streik fürs Klima stattfinden. Was unterscheidet die protestierenden Jugendlichen von heute von früheren Protestbewegungen?

Fridays for Future – Die jungen Vernünftigen

Es ist Freitag. Das heißt: ein „Friday for Future“. Heute soll der bisher größte Streik fürs Klima stattfinden. Was unterscheidet die protestierenden Jugendlichen von heute von früheren Protestbewegungen?

Gepostet von ttt – titel thesen temperamente am Freitag, 15. März 2019

Heute haben Schülerinnen und Schüler ausser in Freiburg in über 110 Ländern auf allen Kontinenten (auch in der Antarktis) Menschen auf die Straße gehen und sagen: Bis hierhin und nicht weiter!
Gemeinsam fordern sie von den Regierungen unserer Länder und der internationalen Staatengemeinschaft unsere Zukunft nicht weiter kurzfristigen Interessen zu opfern.

Lange fielen in Deutschland die Treibhausgasemissionen, seit kurzem steigen sie wieder an. Dies ist vor allem dem Bereich Verkehr zu schulden, in dem die Emissionen seit Jahren kontinuierlich ansteigen. Das ist untragbar! Wir fordern, dass die Bundesregierung unverzüglich weitgreifende Maßnahmen unternimmt um die Verkehrswende einzuleiten.

Eine Liste der Orte an denen in Deutschland gestreikt wurde findest du hier, eine Karte mit den internationalen Streiks hier. Übrigens: Auch Erwachsene waren herzlich eingeladen sich unserem Protest anzuschließen und haben mit uns zusammen gestreikt: Für eine gemeinsame Zukunft, in der wir weiter, gut auf diesem Planeten leben können. !

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  • Jörg Beger

    15. März 2019 at 14:15

    Auch Studenten schließen sich Aktion an

    Bereits zum zweiten Mal war für den Vormittag auf dem Pforzheimer Marktplatz eine Kundgebung von rund 250 Schülern angemeldet. Auch in Karlsruhe wurde demonstriert: Dort haben mehrere hundert Schüler in der Innenstadt bei der „Fridays-for-Future“-Kundgebung mitgemacht. Ein Großteil der Teilnehmer waren Schüler unter anderem aus Karlsruhe, Baden-Baden und Ettlingen (Kreis Karlsruhe). Vereinzelt kamen Lehrer mit ihrer ganzen Schulklasse zur Demonstration. Auch Studenten waren bei der Aktion dabei.

    In Freiburg engagierten sich laut Polizei 4.500 Menschen für die Erhaltung der Umwelt. Bei der Demonstration in Tübingen kamen nach Polizeiangaben 1.500 Streikende zusammen, in Reutlingen etwa 500 und in Kehl (Ortenaukreis) 250.

    In Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) waren rund 150 Teilnehmer bei der Protestaktion „Fridays for Future“ dabei. Dort lief die Aktion zum ersten Mal. In Heilbronn wird seit Wochen freitags protestiert, dieses Mal waren hier rund 150 Schüler auf der Straße – trotz des schlechten Wetters.

    Kultusministerin: „Schule und Klimaschutz nicht gegeneinander ausspielen“

    Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) warnte im Vorfeld der Proteste davor, Schule und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen. „Dieser Einsatz für unseren Planeten ist wichtig und nachvollziehbar, er kann aber auch in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden“, sagte sie der „Heilbronner Stimme“. Es gebe viele weitere wichtige Themen wie Menschenrechte oder Tierschutz. „Wenn nun jeden Tag für eines dieser Themen demonstriert wird, dann haben wir am Ende gar keinen Unterricht mehr. Und das kann es ja nicht sein.“

    SWR Aktuell Baden-Württemberg

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Fridays-for-future-Demonstrationen-Schueler-streiken-in-BW-fuer-Klimaschutz,fridays-for-future-proteste-in-bw-102.html

  • Jörg Beger

    15. März 2019 at 14:19

    Friday for Future Freiburg für nachhaltige Klimapolitik

    Für die eigene Zukunft einstehen!

    Heute vormittag fand erneut der globale Aktionstag Fridays for Future für eine nachhaltige Klimapolitik statt. Der von Schülerinnen und Schülern ausgehende Klimastreik findet auch in Freiburg statt.

    Radio DReyeckland hat mit Malika von Fridays for Future über ihre Motivation sich am Schulstreik zu beteiligen und auch über Freiburger Forderungen gesprochen.

    https://rdl.de/beitrag/f-r-die-eigene-zukunft-einstehen

  • Jörg Beger

    15. März 2019 at 14:31

    In 60 Städten der Republik entstehen gerade Gruppen „Parents for Future“.

    Welche Art von Solidarität und Bezogenheit auf die Klimastreiks und weltweiten Demos von Schülerinnen und Schülern ist das und warum der Name.

    Wie ist das mit dem sog. Generationenkonflikt, der Solidarität und den gesellschaftlich Verantwortlichen bei Klimawandel und Klima-ungerechtigkeit.

    Ein Gespräch mit Christian und Bernd von parents for future freiburg bei Radio Dreiyeckland.

    https://rdl.de/beitrag/die-sagen-wenn-das-mit-unseren-strukturen-nicht-funktioniert-dann-m-ssen-wir-die-strukturen

  • Jörg Beger

    15. März 2019 at 17:50

    „Wir möchten Euch danken und ermutigen, Eure konsequenten Proteste für Klimaschutz fortzusetzen. Wie niemand anders bringt Ihr als junge Menschen glaubhaft die Sorge um die Zukunft unserer Lebensgrundlagen zum Ausdruck. Ihr macht das seit Wochen mit sehr viel Phantasie und großem Engagement. Auch viele Bäuerinnen und Bauern kämpfen für Klimaschutz. Die extreme Dürre im letzten Sommer und Herbst, vertrockneten Ernten auf unseren Äckern, braunen Wiesen und Weiden und zu wenig Futter für unsere Tiere haben für uns erfahrbar gemacht, was viele Menschen in anderen Teilen der Welt schon deutlich spüren: Ein Weiter so in unserer Konsum- und Verschwendungsgesellschaft darf es nicht geben. Alle müssen ihre Verantwortung für unseren Planeten wahrnehmen. Das 1,5-Grad-Ziel muss jetzt konsequent angepackt werden – alles andere ist gerade auch gegenüber den nachfolgenden Generationen politisch verantwortungslos. Deshalb kämpfen wir für Klimaschutz, für einen klimaschonenden Ackerbau, für eine artgerechte Tierhaltung, gegen das Höfesterben und für eine Agrarpolitik, die bäuerliche Landwirtschaft bei uns und weltweit unterstützt. Eure Position und die vielen Aktivitäten machen uns Mut und geben uns Kraft, weiterhin für eine lebenswerte Zukunft zu kämpfen!“.

    https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=2308&cHash=12d83f73a68bda9c394b8732d2fbf458&fbclid=IwAR0EDIvqnle6JpiU1LTP0Ut4e5Y5_5GaqoNf9Y8-eHoOYP6bTlKtS3YMUR4

  • Jörg Beger

    15. März 2019 at 17:56

    Bäuerinnen und Bauern für eine enkeltaugliche Zukunft

    Klimaschutz wird nicht ohne eine ökologische, ressourcenschonende Landbewirtschaftung funktionieren. Bäuerinnen und Bauern müssen jetzt unterstützt werden, um den Wandel weg vom Gift und hin zum flächendeckenden Anbau gesunder pflanzlicher Nahrung schnell voranzutreiben. Und sie müssen sich den Forderungen der jungen Generation nach effektivem Klimaschutz anschließen.

    Die Website farmersforfuture.org ist ein „Freihalter“ für eine Initiative, die sich in Anlehnung an die Schüler_innenbewegung fridays4future sowie die Unterstützeraktionen parents4future und scientists4future gründet.

    Unterstützende, bzw. tragende, Organistationen sind herzlich willkommen! Bitte treten Sie mit uns in Kontakt.

    Diese Website ist eine Initiative des Tannenhof Meißer – Zukunft hat, wer Zukunft schafft.

    http://www.farmers4future.org

  • Jörg Beger

    15. März 2019 at 20:02

    „Fridays for Future“
    Die Zukunft-Profis

    Joachim Wille in Frankfurter Rundschau online am 15. März 2019

    Der weltweite Protest der Schüler legt das totale Politikversagen in Sachen Klima klarer offen, als es die klassische Ökobewegung je geschafft hat. Der Leitartikel.

    Greta Thunberg sagt klare Worte. Harte Worte, die viele schocken. Hier ein paar O-Töne der jungen Schwedin, die mit ihrem Klimastreik zu einer globalen Berühmtheit geworden ist. Wenn die Politiker ihre Anstrengungen zur CO2-Reduzierung nicht verdoppelten, dann würden sie „als die größten Schurken aller Zeiten in Erinnerung bleiben“, ätzte sie unlängst bei einem Auftritt in Brüssel. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sagte sie: „Unsere Zivilisation wird dafür geopfert, dass wenige Menschen weiterhin sehr viel Geld verdienen können.“ Und schon früher erklärte sie zur Begründung für ihre Aktion: „Ich mache das, weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt.“

    „Fridays For Future“ weltweit

    Thunberg hat eine weltweite Streikaktion von Schülern, Schülerinnen und Studierenden initiiert, die ihresgleichen sucht. Am heutigen Freitag werden sich junge Leute in über 1600 Städten in 105 Ländern beteiligen – also in mehr als der Hälfte der Staaten der Welt. Ob in den USA oder in China, in fast allen EU-Ländern, ob in Brasilien, im Senegal oder auf Grönland: Die Schwedin, die am Asperger-Syndrom leidet, einer Art Autismus, und wohl auch deshalb so unverblümt und manchmal holzschnittartig textet, hat einen Nerv der jungen Generation getroffen. Die entpuppt sich auf einmal als gar nicht so unpolitisch, wie ihr gerne vorgeworfen wird.

    Kein Wunder, die Politiker fühlen sich herausgefordert. Da kommt eine 16-Jährige, die wie zwölf aussieht, daher, und sagt: „Der Kaiser ist nackt.“ Und allen fällt es wie Schuppen von den Augen. So ist es tatsächlich. Eine ganze Generation von politischen Verantwortungsträgern hat beim Menschheitsthema Klimaschutz versagt und droht den Kindern und Enkeln den Öko-GAU zu hinterlassen. Immerhin ist seit den 1980er Jahren in der Öffentlichkeit allgemein bekannt, dass der menschengemachte Treibhauseffekt das Leben auf der Erde zu destabilisieren droht. Die erste wissenschaftliche Weltklimakonferenz fand 1979 in Genf statt, vor 40 Jahren also. Die Warnungen waren schon damals eindeutig, und im Jahrzehnt danach verdichtete sich die Beweisführung: Das Klima kann kippen. Spätestens seit dem UN-Erdgipfel in Rio de Janeiro 1992 haben die Politiker keine Ausrede mehr. Damals unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs fast aller Länder die Weltklimakonvention und verpflichteten sich, eine „gefährliche Störung des Klimasystems“ zu verhindern.

    Getan haben sie nichts. Die Erde ist weiter auf dem Weg zur „gefährlichen Störung“. Die globalen Treibhausgas-Emissionen sind von 22 Milliarden Tonnen anno 1992 auf heute über 37 Milliarden jährlich angestiegen. Das Klima droht sich bis 2100 um drei bis vier Grad aufzuheizen, während die Klimaforscher 1,5 Grad oder allenfalls noch zwei Grad für tolerabel halten. Was ist das anderes als ein totales Versagen eine ganzen Politikergeneration, und das bei der vermutlich größten Herausforderung, der sich die Weltgemeinschaft in diesem Jahrhundert gegenübersehen wird.

    Die „Greta-Generation“ begehrt zu Recht dagegen auf. Die Älteren, die den „Aufbruch von Rio“ vergeigt haben, werden in ihren letzten Lebensjahrzehnten nur die ersten Einschläge beim Klimawandel spüren, Episoden wie den Trockensommer 2018, und sich, vor allem in den reichen Industrieländern, damit arrangieren können. Die Nachgeborenen dagegen trifft es mit voller Wucht. Es drohen nicht nur mehr Hitzewellen und vertrocknete Ernten, mehr Starkregen und Überflutungen, es könnten auch Kippelemente des Klimas ausgelöst wegen – wie das Auftauen der Permafrostböden und die Austrocknung des Amazonas-Regenwaldes. Zu mildern ist das nur noch, wenn jetzt schnell bei den Emissionen umgesteuert wird.

    Die Greta-Bewegung fordert genau das, und zwar kompromisslos. Sie ist im Recht. Nicht nur, weil die Politiker von 1992 bis heute auch ihnen, ob geboren oder noch nicht, die Rettung vor der Klimakrise versprochen haben. Sondern auch, weil längst klima- und arbeitsplatzgerechte Umstiegskonzepte für alle Sektoren, von Energie über Verkehr bis Landwirtschaft existieren. Die aber – und hier geht es ans Eingemachte – müssen gegen die bisher übermächtigen Lobbys, von mauernden Industrieverbänden bis zu rückwärtsgewandten Gewerkschaften, durchgesetzt werden. Das bisherige Politikversagen deutlicher offenzulegen, als es die klassische Umweltbewegung jemals geschafft hat, ist bereits jetzt das Verdienst von Greta und Co. Egal, wie dauerhaft die neue Bewegung sein wird.

    Die Greta-Bewegung fordert genau das, und zwar kompromisslos. Sie ist im Recht. Nicht nur, weil die Politiker von 1992 bis heute auch ihnen, ob geboren oder noch nicht, die Rettung vor der Klimakrise versprochen haben. Sondern auch, weil längst klima- und arbeitsplatzgerechte Umstiegskonzepte für alle Sektoren, von Energie über Verkehr bis Landwirtschaft existieren. Die aber – und hier geht es ans Eingemachte – müssen gegen die bisher übermächtigen Lobbys, von mauernden Industrieverbänden bis zu rückwärtsgewandten Gewerkschaften, durchgesetzt werden. Das bisherige Politikversagen deutlicher offenzulegen, als es die klassische Umweltbewegung jemals geschafft hat, ist bereits jetzt das Verdienst von Greta und Co. Egal, wie dauerhaft die neue Bewegung sein wird.

    https://www.fr.de/meinung/leitartike-zukunfts-profis-11854329.html?fbclid=IwAR2WwVJ4WLkKzblETqDTMVzDyQ59BnOp1wMn1JimfexFI5wX5MMW85-KTwA

  • Jörg Beger

    15. März 2019 at 20:12

    Fridays for Future: Zehntausende gehen am 15. März 2019 auf die Straße

    Zum „Global Strike For Future“ sind am Freitag in ganz Deutschland zehntausende junge Leute auf die Straße gegangen. In Großstädten wie Berlin, Frankfurt, Köln und Bremen versammelten sich am Vormittag jeweils tausende Schüler mit handgemalten Plakaten und Sprechchören.

    Bundesweit waren mehr als 220 Protestaktionen geplant. In Frankfurt gingen nach Polizeiangaben rund 6000 Menschen auf die Straße, die Organisatoren hatten zuvor mit 10.000 gerechnet.

    Gegen 14.15 Uhr stellte eine Teilnehmerin ein Live-Video von der Hauptwache auf Facebook:

    In Berlin kamen bereits am frühen Vormittag bei weiterem Zulauf 5000 junge Menschen am Bundeswirtschaftsministerium zusammen, um ihre Wut über ausbleibende Maßnahmen zum Schutz von Klima und Umwelt auszudrücken. In München versammelten sich laut Polizei rund 8000 Demonstranten, in Bremen etwa 5000. In Köln waren es nach Angaben von Veranstaltern und Polizei tausende Teilnehmer.

    Begonnen hatte die weltweite Protestwelle am frühen Morgen in Asien und Ozeanien, wo ebenfalls zehntausende junge Menschen auf die Straßen gingen. Demonstrationen gab es etwa in Sydney, Bangkok, Neu Delhi und Hong Kong. Teilnehmer trugen dabei Plakate wie „Ihr zerstört unsere Zukunft“ und „Wenn Ihr euch nicht wie Erwachsene verhaltet, tun wir es“ oder „Wir streiken, um die Erwachsenen weiterzubilden.“

    Weltweit sollte in fast 1700 Städten in mehr als hundert Ländern gestreikt werden – von den USA bis nach Finnland.

    Alicia Linghoff in: Frankfurter Rundschau online am 15. März 2019
    https://www.fr.de/politik/fridays-future-schueler-streiken-demonstrieren-weltweit-maerz-klimaschutz-eine-bessere-zukunft-11853290.html

  • Jörg Beger

    17. März 2019 at 22:36

    Aktuelle Stunde zum Klimastreik „Fridays for Future“ am 15.03.19

    https://www.youtube.com/watch?v=r0ovWyyeQDc

    Der Bundestag debattiert in einer von Bündnis 90/Die Grünen verlangten Aktuellen Stunde über das Thema „Haltung der Bundesregierung zu den Klimastreiks der Fridays-for-Future-Bewegung und der Petition „Scientists for Future“.

    Mehr Infos zu der Friday for Future Bewegung: http://bit.ly/2UCLcbR

  • Jörg Beger

    17. März 2019 at 22:44

    KenFM am Set: Schülerproteste für Klimaschutz – Fridays for Future in Berlin

    Am vergangenen Freitag, den 15. März 2019, sind in über 170 deutschen Städten Kinder und Jugendliche auf die Straße gegangen, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. 20.000 Teilnehmer sollen es laut Angaben der Polizei alleine in Berlin gewesen sein, deutschlandweit lag die Zahl bei rund 300.000. Die jungen Menschen sind besorgt über den Zustand des blauen Planeten und werfen den Politikern vor, das Problem der Erderwärmung auf die lange Bank zu schieben. KenFM war vor Ort in Berlin, unter anderem am Bundeskanzleramt, und hat die Menschen zu ihren Motiven befragt.

    https://www.youtube.com/watch?v=TaNC4f8ulQU

  • Jörg Beger

    18. März 2019 at 16:04

    „Wir wollen eure Hoffnung nicht. Wir wollen, dass ihr euch uns anschließt“

    Fridays for Future ist von einem lokalen Protest zu einer weltweiten Bewegung gewachsen.

    Schüler und Studierende fordern, gegen den Klimawandel aufzustehen. Und sie wollen, dass die Erwachsenen es ihnen gleich tun.

    Ein Gastbeitrag der Initiatoren.

    Von Greta Thunberg, Luisa Neubauer & Co.
    -Aktualisiert am 15.03.2019-07:02

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/greta-thunberg-gastbeitrag-der-initiatoren-der-fridays-for-future-16090055.html?GEPC=s6

    […]

    Es ist so wichtig, dass dies jetzt geschieht. Damit die nötigen Veränderungen stattfinden können, müssen alle anerkennen, dass wir uns in einer Krise befinden, und sich zu einem radikalen Wandel verpflichten. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern können – aber wir müssen jetzt handeln.

    Es gibt keine Grauzone, wenn es ums Überleben geht. Es gibt keine weniger schlechte Option. Deshalb streiken heute junge Menschen in allen Teilen der Welt, und deshalb bitten wir darum, dass auch ältere Menschen mit uns auf die Straße gehen. Wenn unser Haus brennt, können wir es nicht einfach den Kindern überlassen, die Flammen zu löschen – Erwachsene müssen die Verantwortung dafür übernehmen, das Feuer überhaupt erst entfacht zu haben. Ausnahmsweise bitten wir also die Erwachsenen, unserem Beispiel zu folgen: Wir können nicht länger warten.

    Diese Bewegung musste entstehen. Und jetzt habt ihr Erwachsenen die Wahl.

    UnterzeichnerInnen

    Greta Thunberg (Schweden)

    Luisa Neubauer (Deutschland)

    Anuna De Wever (Belgien)

    Kyra Gantois (Belgien)

    Adélaïde Charlier (Belgien)

    Holly Gillibrand (Schottland)

    Anna Taylor (Großbritannien)

    Alexandria Villasenor (Vereinigte Staaten von Amerika)

    Biographien

    Greta Thunberg, 16, ist eine schwedische Klimaaktivistin, die im August 2018 ihren Schulstreik vor dem schwedischen Parlament begonnen hat. Seitdem hat ihre Initiative Schulstreiks für das Klima in mehr als 100 Ländern inspiriert. Greta will weiter streiken, bis Schwedens Klimapolitik mit dem Pariser Abkommen vereinbar ist.

    Luisa Neubauer, 22, ist eines der Gesichter der deutschen Klimajugendbewegung. Sie fordert Deutschland auf, bis 2030 aus der Kohle auszusteigen und seine Klimapolitik mit dem Pariser Abkommen in Einklang zu bringen.

    Anuna De Wever, 17, Kyra Gantois, 20, und Adélaïde Charlier, 18 aus Belgien haben in den letzten Monaten die Klimastreiks in den flämisch- und französischsprachigen Teilen Belgiens angeführt. Sie fordern, dass Politiker und Politikerinnen Klimaschutz zur Priorität machen.

    Holly Gillibrand, 13, aus Fort William in Schottland, ist Umweltaktivistin und -campaignerin. Jeden Freitagmorgen verpasst sie für eine Stunde die Schule und findet, das ist „ein geringer Preis um sich für den Planeten einzusetzen“.

    Anna Taylor, 17, ist eine der führenden Persönlichkeiten der britischen Jugendklimabewegung. Sie sagt, junge Menschen sind „bereit für schnellen und radikalen Klimaschutz weiter zu demonstrieren”.

    Alexandria Villasenor, 13, demonstriert seit Dezember vor dem Sitz der Vereinten Nationen in New York. Sie sagt, der Klimawandel ist das größte Problem für ihre Generation.

  • Jörg Beger

    21. März 2019 at 23:11

    Wie die evangelische Kirche das Klima schützen kann

    Hans Diefenbacher, Beauftragter des Rates der EKD für Umweltfragen, erzählt im Interview mit Markus Bechtold, stellvertretender Portalleiter evangelisch.de, ob sich die drohende Klimakatastrophe tatsächlich noch abwehren lässt, wie die evangelische Kirche helfen kann, warum die Bewahrung der Schöpfung bereits bei den Insekten anfängt und was jeder von uns für den Klimaschutz machen kann.

    https://www.youtube.com/watch?v=rtGQvO_Cx5U

  • Jörg Beger

    21. März 2019 at 23:34

    Die Zukunft der Volkswirtschaften: Digital, Flexibel und Nachhaltig?
    Prof. Dr. Hans Diefenbacher. IMK Forum 2016.

    Das IMK-Forum 2016 beschäftigt sich mit der Digitalisierung, Share Economy, Gute Arbeit und neuen Wohlstandsmaße. Dieses sind Begrifflichkeiten mit denen derzeit vielfach die Zukunft der Volkswirtschaften beschrieben wird.

    Das IMK will wissen, ob und wenn ja welche Konsequenzen diese Tendenzen für gesamtwirtschaftlichen Analysen haben.

    Wie ändert sich die Arbeitswelt?

    Welche Beschäftigungs- und Wachstumseffekte sind zu erwarten?

    Welche Konsequenzen entstehen für den weltweiten Handel?

    Referenten:

    Anke Domscheit-Berg, Publizistin, Fürstenberg/Havel: This Time it´s different: Wie 3-D Druck, Roboter und AI unsere Arbeitsmärkte erschüttern werden.

    Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Universität Kassel, Vorsitzende der HBS Kommission Arbeit der Zukunft: Die Gesellschaft, ihre Arbeit und der Mensch.

    Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Universität Heidelberg: Nachhaltiges Wirtschaften.

    Durch die Veranstaltung führte Mark Schieritz, Die Zeit.

    https://www.youtube.com/watch?v=29zYBd7ksCQ

  • Jörg Beger

    25. März 2019 at 18:50

    »Fridays for Future«: Der Kampf um die Empörungshoheit

    Wie die junge Generation um ihre Stimme gebracht werden soll

    https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2019/maerz/fridays-for-future-der-kampf-um-die-empoerungshoheit

  • Jörg Beger

    10. April 2019 at 01:18

    Schulstreiks: Was wollen die Schüler?

    Kohleausstieg bis 2030, ein Viertel aller Kohlekraftwerke sofort abschalten, 180 Euro pro Tonne CO2. Sonst wird weiter gestreikt

    „Die Naturgesetze lassen sich nicht verhandeln“, sagte Svenja Kannt, eine der Sprecherinnen der streikenden Schüler des deutschen Ablegers der FridaysForFuture-Bewegung, die am Montag in Berlin ihre Forderung vorstellte – ihre Forderungen an die hiesigen Politiker und nicht allgemein an die Weltgemeinschaft, denn: „Deutschland darf seine Probleme nicht den armen Ländern aufhalsen“, ergänzte Šana Strahinjić, eine Mistreiterin von Kannt.

    Überhaupt spielt Klimagerechtigkeit für die Schüler eine große Rolle. Das ist sowohl auf den Demonstrationen zu hören und zu sehen, wie es auch im vorgestellten kurzen Grundsatzpapier deutlich wird. „Sozial ausgewogenen Klimaschutz, der niemanden zurücklässt“, forderte Linus Steinmmetz, der am Montag mit auf dem Podium saß. Als reiches Land habe Deutschland eine besondere Verantwortung, so Sebastian Grieme, in Berlin der Vierte im Bunde. Bis 2035 müssten die Emissionen spätestens auf Null sein, eigentlich müsste es sogar noch schneller gehen.

    Die Pressekonferenz fand im Berliner Naturkundemuseum statt und wurde auf Phoenix übertragen (hier kann man sie sich noch in der Mediathek des Senders anschauen). Museumsdirektor Johannes Vogel begrüßte eingangs die reichlich erschienenen Presse-Vertreter. Insbesondere viele Funkmedien zeigten Interesse. Wissenschaft und Schüler hätten ein gemeinsames Anliegen, so Vogel: „Sie wollen in der Frage, wie geht es mit diesem Planeten nachhaltig weiter, gehört werden. Das heißt: Jetzt müssen wir aktiv werden.“

    Vogel verwies auf die großen Saurier-Skelette, die den dramatischen Hintergrund der Pressekonferenz bildeten. Es gebe wohl keine bessere Ausstellung, die zeige, „wie es sich anfühlt, durch Klimawandel, durch Veränderungen der Umwelt ausgestorben zu sein“.

    Die Saurier waren vor 65 Millionen Jahren dem Einschlag eines großen Meteoriten im Golf von Mexiko zum Opfer gefallen. Dieser wirbelte so viel Staub auf, dass die Erde für einige Jahre erheblich verdunkelt wurde und abkühlte. In der Folge ging das Pflanzenwachstum zurück, was viele Nahrungsketten zusammenbrechen ließ.

    Kohleausstieg bis 2030

    Die Schüler haben derweil ihre mit fast 500 Ortsgruppen in Deutschland abgestimmten Forderungen bewusst allgemein gehalten. Man habe nur Ziele formulieren wollen. Dorthin gebe es verschiedene Wege, die von Politik und Wissenschaft beschrieben werden müssten. Die Ziele haben es aber immerhin in sich.

    Oberste Priorität habe die Einhaltung des Pariser Klimaschutzübereinkommens, in der sich die 185 teilnehmenden Staaten darauf verpflichten, die globale Erwärmung „deutlich unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau und möglichst nicht höher als 1,5 Grad Celsius“ zu halten.

    Die Schüler legen sich dabei auf das untere Ende, auf die 1,5 Grad-Celsius-Grenze fest, deren Einhaltung sie fordern. Dabei können sie sich auf den IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), die UN-Organisation für Klimawissenschaften, berufen. Der hatte im vergangenen Jahr in einem Sonderbericht darauf hingewiesen, dass schon im Bereich zwischen 1,5 und zwei Grad globaler Erwärmung die Warmwasser-Korallenriffe gänzlich absterben könnten und auch die langfristige Destabilisierung einiger großer Eisschilde drohe.

    Auch die Schüler wiesen am Montag in Berlin darauf hin, dass es zahlreiche Kipppunkte im Klimasystem gebe, die überschritten werden könnten. Entsprechend sehen sie eine große Dringlichkeit. „Die Zeit drängt“, so Sebastian Grieme. Der Meeresspiegel steigt, die Dürren nehmen zu, aber in Deutschland würden weiter fossile Energieträger mit 45 Milliarden Euro im Jahr subventioniert.

    Die Ziele des Pariser Klimaübereinkommens könnten nur erfüllt werden, meinten die Schüler unter Berufung auf die Wissenschaft, wenn die deutschen Emissionen bis 2035 auf netto Null gedrückt würden. Bis zu dem Zeitpunkt müsse die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Energieträger umgestellt sein. Die notwendige Technologie sei dafür bereits vorhanden.

    Und Deutschland müsse bis 2030 aus der Kohle aussteigen. Man habe schon, als die Kohlekommission noch tagte, deutlich gemacht, dass bei deren Ausstiegsdatum 2038 nicht von einem gesellschaftlichen Konsens gesprochen werden könne.

    Unterstützung von den Eltern

    Aufgeben wollen die Schüler jedenfalls noch lange nicht. Man werde weiter streiken, bis Deutschland auf den Weg ist, die Pariser Ziele zu erreichen, so Steinmetz. Trotz allen Diskussionen über Lebensstilveränderungen, die bei den Schülern offensichtlich beliebt sind, wurde auch klar, dass es um das große Ganze geht: „Solange die Politik nicht handelt, kann das Individuum die Welt nicht retten“, so Grieme.

    Die Erwartungen an die Politik sind hoch. Noch in diesem Jahr solle die Subventionen für fossile Energieträger eingestellt werden. Ebenfalls noch 2019 wollen die Schüler ein Viertel aller Atomkraftwerke abgeschaltet sehen. Das ginge schon, wenn Deutschland aufhörte, die Nachbarländer mit billigem Kohlestrom zu überschwemmen.

    Schließlich wollen sie eine sofortige Bepreisung aller CO2-Emissionen. Eine Forderung, wie sie zuletzt sogar aus Kreisen der FDP erhoben wurde. Nur wird den Liberalen vermutlich nicht gefallen, was den Schülern vorschwebt. Diese wollen nämlich, dass der Preis pro Tonne CO2 zügig auf 180 Euro pro Tonne hochgeschraubt wird.

    Derzeit liegt er für Kraftwerke eher bei etwas über 20 Euro. Die Schüler berufen sich dabei auf Untersuchungen des Umweltbundesamtes, wonach eine heute emittierte Tonne CO2 in Zukunft Schäden in der genannten Höhe anrichten wird.

    100prozentige Unterstützung kommt von den „ParentsForFuture“, Eltern- und Erwachsenengruppen, die sich hierzulande und in anderen Ländern in zahllosen Ortsgruppen zusammengeschlossen haben, um die Schulstreiks für mehr Klimaschutz zu unterstützen.

    Diese haben inzwischen über Ländergrenzen hinweg einen globalen Aufruf zum Handeln abgestimmt und veröffentlich. Darin heißt es unter anderem, dass sich der Klimawandel über die Erwartungen hinaus beschleunigt habe. Was die Kinder sagten sei das gleiche, was die Wissenschaften bereits seit vielen Jahren immer wieder betonen. Die Kinder hätten den Anstoß gegeben und müssten unterstützt werden. Sie trügen die Hauptlast, in dem sie gegen die Trägheit der bestehenden Systeme aufstünden.

    Für Lorenz Gösta Beutin, bei der Linksfraktion im Bundestag für Energie- und Klimapolitik zuständig, sind die Forderungen der Schüler ein „Weckruf an die tatenlose Bundesregierung“. Ein Kohleausstieg bis 2030 und eine 100prozentige Versorgung mit erneuerbaren Energieträgern bis 2035 seien machbar. Die Linke erkläre sich solidarisch mit den Klimastreikenden und ihren Forderungen.

    Die Bundesregierung müsse ihre Ziele endlich in Übereinstimmung mit der Pariser Übereinkunft bringen und ein verbindliches Klimaschutzgesetz schreiben. Er erhofft sich mehr gesellschaftlichen Druck, durch die im Sommer im Rheinland an den Braunkohlegruben geplanten Aktionen sowie durch eine internationale Klimaschutzdemonstration in Aachen. (Wolfgang Pomrehn)

    https://www.heise.de/tp/features/Schulstreiks-Was-wollen-die-Schueler-4367440.html

    https://fridaysforfuture.de/forderungen/

    https://www.phoenix.de/fridays-for-future-a-1040525.html?ref=aktuelles

  • Jörg Beger

    31. Mai 2019 at 20:06

    Am 15.3.2019 hat die AfD bei einer Fridays-for-Future-Demo an die Schüler ein Klimaquiz verteilt. Harald Lesch spricht mit dem Klimaforscher Prof. Stefan Rahmstorf über die richtigen Antworten.

    https://www.youtube.com/watch?v=pxLx_Y6xkPQ

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