Haus des Engagement

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Viele Menschen suchen nach Tätigkeiten und Arbeit, die sie wirklich wirklich tun wollen, die vor Ort wirksam ist und einen unmittelbaren subjektiv positiven Bezug zur eigenen Lebenswelt hat.

Diese Entwicklung und die damit verbundenen sozialen Arbeits- und Organisationsformen haben Konjunktur und erfolgen zumeist im Bereich von ehrenamtlichem Engagement, da das bestehende Lohnarbeitssystem darauf systemisch nicht reagieren kann.

Gezielte kommunale Förderkonzepte für diesen Arbeitssektor, im Rahmen der Wirtschaftsförderung, gibt es nicht. Die bestehende kommunale Wirtschaftspolitik setzt ebenso auf einem Finanzsystem auf, das systemisch andere Gewinn- und Wachstumserwartungen erzwingt, als in diesem Arbeitssektor erfolgen kann – auf lange Sicht eine wirtschaftspolitische Sackgasse.

Die Wirtschaftsförderung 4.0 möchte Wege aufzeigen, wie sich kooperative Wirtschaftsformen in Kommunen gezielt zugunsten von Klimaschutz, sparsamem Umgang mit Ressourcen und gesteigerter lokaler Wertschöpfung unterstützen lassen.

Die Zeit ist Reif, ein Handlungskonzept zur systematischen Förderung von kooperativen Wirtschaftsformen in der Kommune zu entwickeln. Moderne Ansätze für eine Neue Arbeit und Neue Wirtschaftskultur als eine Gemeinwohlökonomie gibt es schon seit Jahren. Es fehlt in Freiburg noch ein erstes Zentrum dafür.

Kooperative Wirtschaftsformen basieren zu oft auf ehrenamtlichem Engagement und stoßen deshalb schnell an Kapazitätsgrenzen. Kommunale Unterstützung kann kleinen und wenig bekannten Initiativen zu einer beachtlichen Popularität verhelfen.

Der kommunale Subsidiaritätsgedanke könnte sich auch ökonomisch entfalten. Güter sind demnach im Nahraum herzustellen, wann immer dies praktisch möglich und ökonomisch sinnvoll ist

Für jedes der fünf Gestaltungsfelder Produktion, Hilfe (Care), Teilen (Share), Geld und Unternehmer (Entrepreneur) sind die Förderbedarfe zu klären, Zielgruppen, Finanzierungspläne und andere wichtige Bestandteile von tatsächlichen Geschäftsmodellen zu erörtern.

Kooperatives Wirtschaften ist nicht nur eine Ökomasche, sondern von elementarer Bedeutung für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik.

Jörg Beger, Mentor für NeueArbeit-NeueKultur bei Transition Town Freiburg

basler-strasse-2-freiburgHaus des Engagement in Freiburg im Breisgau, Stadtbezirk Unterwiehre

Option: Ein Beratungs- und Erfahrungszentrum für NeueArbeit-NeueWirtschaftsKultur?

Option: Ein Förderzentrum für kooperative Wirtschaftsformen der kommunalen Gemeinwohlökonomie?

Option: Eine Maßnahme zur kommunalen Klimaanpassungsstrategie in Freiburg im Breisgau

 

Weitere Informationen zur Förderung kooperative Wirtschaftsformen in Kommunen (Wirtschaftsförderung 4.0) hier.

 

Ergänzende Hinweise:

Erklärung Soziale Innovationen für Deutschland. Version 2.0, 11.09.2014.

Kooperative Wirtschaftsformen in Kommunen. Wirtschaftsförderung 4.0. 2016.

NeueArbeit-NeueKultur.

Haus des Engagement in Freiburg.

Jetzt handeln: ein Haus des Engagements für Freiburg. Oktober 2016.

Was ist zivilgesellschaftlichen, bürgerschaftlichen Engagement?

 

 

 

 

About Jörg Beger

Comment

  • Jörg Beger

    29. Januar 2017 at 13:33

    ANU- Tagung zur Transformation von unten – Vom Handeln zum Wissen

    3./4. Februar 2017, Leipzig

    Was macht transformatives Lernen aus im Zusammenhang mit Umweltbildung und Bildung
    für nachhaltige Entwicklung?

    Wie arbeiten Umweltzentren und UmweltpädagogInnen vor Ort mit Initiativen des sozial-ökologischen Wandels, wie z.B. Reparatur-Cafés, FabLabs, urbanen Gärten oder Kleidertauschbörsen zusammen?

    Welches Nachhaltigkeitspotenzial
    haben diese jungen Graswurzelinitiativen?

    Und wie kann eine Postwachstumsökonomie den
    sozial-ökologischen Wandel voranbringen?

    Zu diesen Fragen werden wir in spannenden Vorträgen gemeinsam lernen und diskutieren.
    In Workshops erproben wir die Methode „Design Thinking“ für die Bildung für nachhaltige
    Entwicklung, wir arbeiten zusammen an neuen Narrativen für den Wandel, beschäftigen uns
    mit Medienvielfalt und Storytelling. Wir diskutieren unsere Werte und Deutungsrahmen im
    Kontext des sozial-ökologischen Wandels. Und wir lernen, wie Umweltbildungseinrichtungen
    mit den jungen, frischen Ideen des Wandels auch Schülerinnen und Schülern Experimentierräume eröffnen und LehrerInnen zu den Themen fortbilden.

    Ein Rundgang zu Alternativprojekten im Leipziger Osten, einem Stadtteil im Wandel, zeigt uns, wie die Transformation konkret vor Ort passiert.

    Ein Markt der Möglichkeiten stellt Aktive und Projekte vor. Und bei abendlicher „Zukunftsmusik“ geben wir gemeinsam den
    Ton für unsere Zukunft an!

    Anmeldung, ausführliche Workshop-Beschreibung und Flyer zum Herunterladen und
    Weiterverbreiten unter http://www.umweltbildung.de/transformation-tagung.html

  • Jörg Beger

    29. Januar 2017 at 13:35

    Wir lernen, wie wir voneinander lernen und miteinander handeln können. Wie kommen wir vom Handeln zum notwendigen Wissen und den erforderlichen Kompetenzen für die Transformative Literacy, der Fähigkeit, Informationen über gesellschaftliche Veränderungsprozesse anzunehmen, zu verstehen und eigenes Handeln in Prozesse einzubringen?

  • Jörg Beger

    29. Januar 2017 at 13:36

    Workshop 1: Design Thinking und Bildung für nachhaltige Entwicklung – Den Wandel gemeinsam planen und gestalten.
    Lasst uns durch die Decke denken! Im Workshop erarbeiten wir gemeinsam, wie wir vor Ort eine Initiative wie z.B. Urbanes Gärtnern ins Leben rufen. Wesentlich sind dabei Empathie und Kreativität, um ein Projekt zu entwickeln, das bestmöglich die Bedürfnisse der beteiligten Menschen aufnimmt und die lokalen Gegebenheiten einbezieht. Wir lernen auch, wie es in Kooperation mit einem Umweltzentrum gelingen kann, den Wandel vor Ort gemeinsam zu stärken.
    Design Thinking ist eine innovative Methode, die kreative Prozesse strukturiert und auf zeitnahe Lösungsfindung zu bestehenden Herausforderungen abzielt. Design Thinking findet immer in heterogenen Gruppen statt, ist gezielt nutzerorientiert und gekennzeichnet durch eine schnelle Umsetzung erster Ideen in greifbare, einfache Prototypen.
    Jenny Lay-Kumar, Soziologin und Urban Gardening Aktive, Freiburg

  • Jörg Beger

    29. Januar 2017 at 13:36

    Workshop 2: Neue Medien und Narrative für den sozial-ökologischen Wandel – Wie kommunizieren und aktivieren wir für die Transformation? Überblick über Kommunikationstrends und Gestalten von Botschaften mit dem Online-Design-Tool Canva.
    Kommunikation findet heute über eine unüberschaubare Vielfalt von Medien, technischen Kanälen und Endgeräten statt. Wie können wir Menschen mit unseren Botschaften erreichen? Der Workshop beleuchtet die wichtigsten Trends der Mediennutzung und geht auf die Kommunikationstechnik des Storytellings ein.
    Ganz praktisch arbeiten wir im Workshop auch an eigenen Botschaften und Designs, mit denen wir unsere Öffentlichkeitsarbeit gestalten können, um z.B. neue und junge Zielgruppen zu erreichen. Wir nutzen dazu den Kommunikationsbaukasten, der im ANU-Projekt entstanden ist. Wir arbeiten mit dem Online-Werkzeug „Canva“ und erstellen z.B. unsere eigenen Posts, Plakate oder Postkarten.
    Anne Gudurat, Thomas Klein, KMGNE – Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung gGmbH

  • Jörg Beger

    29. Januar 2017 at 13:37

    Workshop 3: SchülerInnen gestalten den sozial-ökologischen Wandel – Umweltbildungseinrichtungen eröffnen SchülerInnen Experimentierräume in Kooperation mit jungen, Transformationsinitiativen und bilden Lehrerinnen und Lehrer fort.
    Am Beispiel Umweltlernen Frankfurt e.V., und dem FabLab „MachWerk“ zeigen Michael Schlecht und Paul Wege, wie die Kooperation zwischen einer etablierten Umweltbildungseinrichtung für Schulen und einer Initiative des sozial-ökologischen Wandels gelingen kann und gemeinsam die lokale Bildungslandschaft bereichert. Ein FabLab, ein Fabriaktionslabor, ist eine offene, demokratische Werkstatt, die Privatpersonen einen Zugang zu Produktionsmitteln und modernen industriellen Produktionsverfahren und das Teilen von Wissen ermöglichen möchte. Sie stärken das „Selbermachen“ (DIY-Do It Yourself), indem die BesucherInnen individuelle Einzelstücke oder nicht mehr verfügbare Ersatzteile z.B. mit einem 3D-Drucker herstellen können und somit Abfall vermeiden. Umweltlernen Frankfurt e.V. berichtet auch von weiteren erfolgreichen Aktivitäten für Schulen, wie z.B. Carrot Mobs, Essbare Schule und Urban Gardening.
    Michael Schlecht, Umweltlernen Frankfurt e.V. und Paul Wege, MachWerkFRA (angefragt)

  • Jörg Beger

    29. Januar 2017 at 13:38

    Workshop 4: Werte im Wandel?! Was Werte und Deutungsrahmen mit der sozial-ökologischen Transformation zu tun haben.
    Worauf legen wir eigentlich Wert im Leben? Warum tun wir, was wir tun? Warum wissen wir soviel und tun oft so wenig? Und wie kommen wir von unserem vielen Wissen endlich ins Handeln (oder ins Lassen)?
    Ausgehend von dem Gedanken, dass wir beginnen die Welt zu verändern, wenn wir darüber nachdenken, was uns wirklich wichtig ist, ergründen wir in diesem Workshop das Thema Werte: was sind unsere Werte? Wie werden Werte durch Deutungsrahmen aktiviert? Und wie kann uns all das dabei helfen, die sozial-ökologische Transformation voranzubringen?
    Wir bleiben dabei praktisch, tauschen uns aus, schauen auf unsere eigenen Werte und Deutungsrahmen und wie wir sie leben bzw. in unserer (Bildungs)arbeit anwenden. Garantiert nicht wertfrei, aber garantiert undogmatisch.
    Anne Wiebelitz, freie Trainerin für Kommunikation und Konflikttransformation, Wildnispädagogin, Netzwerk Die gemeinsame Sache / Our Common Cause

  • Jörg Beger

    2. Februar 2017 at 16:47

    Liebe Mitglieder, liebe PartnerInnen, UnterstützerInnen und FreundInnen des Hauses des Engagements,

    was wir in sechs Monaten mit großer Intensität und Beteiligung geschaffen haben, zeigte sich gestern Abend in der Gemeinderatssitzung. Das Haus des Engagement war DAS Thema, der Gemeinderat diskutierte geschlagene zwei Stunden. Gut, das erste Objekt unseres Interesses, die Basler Straße 2, haben wir gestern nicht bekommen – aber wir sind angekommen. Wochenlang war das „HDE“ in der Presse und bei den Neujahrempfängen das Thema und die gestrige Sitzung hat eindrucksvoll gezeigt, dass wir viele Menschen begeistern können.

    Wir konnten 18 Gemeinderäte von unserer Vision einer Bürgerstadt überzeugen! Für die eher wertkonservativen, legalistischen, zögernden waren wir einfach zu schnell – ganz deutlich wurde gestern in der Sitzung: bei der Ausschreibung hat niemand mit uns gerechnet.

    Leider hat der Gemeinderat gestern die Chance aus der Hand gegeben, zeitnah ein eigenfinanziertes Zentrum bürgerschaftlichen Engagements für Freiburg und seine Bürgerinnen und Bürger zu bekommen. Aber wir bleiben dran – und unser Freiburg verdient mehr Chancen!

    Was spielte sich nun gestern im Detail ab?

    Bei den Argumenten gegen die Genossenschaft wurden Fakten teilweise unsachlich dargestellt und es gab ernst zu nehmende juristische Bedenken. Wie jedoch Michael Moos (UL) ausführte, war es letztlich eine politische Entscheidung – wenn man gewollt hätte, hätte man eine Lösung gefunden.

    Wie Julia Söhne (SPD) sagte, brauche es Mut, neue Wege zu gehen. Jedoch blieben für viele Gemeinderäte erstmal ihre juristischen Bedenken im Vordergrund. Es schien geradeso, als trauten sich viele Gemeinderäte nicht, freiem bürgerschaftliches Engagement offen ihre Zustimmung zu geben.

    Gegen das Haus des Engagements haben geschlossen die Fraktionen der CDU und der Grünen gestimmt. Von der CDU, die bereits im Vorfeld als einzige Fraktion kein Interesse an einem persönlichen Gespräch zeigte, fanden wir dies bedauerlich. Aber CDU-Sprecher Wendelin von Kageneck äußerte seine Bereitschaft, uns bei der Suche nach einem anderen Standort behilflich zu sein, wofür er parteiübergreifend großen Zuspruch erhielt. Wir kommen gerne darauf zurück!

    Jedoch kam ausgerechnet von der Partei, die sich die Nachhaltigkeit ganz vorne auf die Fahne schreibt, die vehementeste Gegenrede, in der als einziges positives Statement zu unserem Projekt unsere Hartnäckigkeit erwähnt wurde. Erstaunlich, wie wir finden, sich gegen ein Projekt zu stellen, dessen Befürworter und Mitglieder großenteils aus der Wiehre und damit dem Herzen der Grünen Stammwählerschaft kommen. But the times, they are a changing.

    Unser Dank gilt allen, die sich bereits im Vorfeld der kontroversen Debatte gestellt haben und besonders denjenigen, die sich so stark für unser Projekt eingesetzt und uns mit ihren begeisternden Plädoyers, ihren Stimmen und ihrer professionellen Beratung unterstützt haben.

    Wir sind weit mehr als nur hartnäckig. Es ist uns in kurzer Zeit gelungen, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, 83 Mitglieder zu werben und zahlreiche Unterstützer und Geldgeber von unserem Projekt zu überzeugen. Und täglich werden es mehr. Wir sind es den vielen Bürgerinnen und Bürgern schuldig, die uns so stark unterstützt haben und ein Haus des Engagements haben wollen, dass wir uns weiter dafür einsetzen. Heute haben wir bereits neue Beitrittserklärungen erhalten – unter dem Motto: jetzt erst recht!

    Sowohl der OB als auch weite Teile des Gemeinderats waren sich einig, nun mit der Genossenschaft Alternativen zu suchen. Wir werden sehr genau schauen, ob den Worten auch Taten folgen.

    Gleichzeitig bitten wir alle Freiburger Bürgerinnen und Bürger, uns bei der aktiven Objekt-/Grundstückssuche zu unterstützen.

    Wir freuen uns darauf, mit Ihnen weiterzugehen und werden mit spannenden Aktionen die Ideen am Leben erhalten. Seien Sie gespannt, was in Kürze folgt.

    Herzliche Grüße,

    Gitta Walchner, Wolfgang Hees und Johannes Wilhelmi
    Haus des Engagements eG i. Gr.

    https://haus-des-engagements.de/2017/01/31/gemeinderat-stimmt-gegen-das-haus-des-engagements/

  • Jörg Beger

    21. Februar 2017 at 17:27

    Studierendenwerk zieht ins Bürgeramt

    Gemeinderat stimmt dem Verkauf der Basler Straße 2 zu.

    Hier im Amtsblatt der Stadt Freiburg am 10.2.2017, Seite 1:

    http://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/documents_E946309435/freiburg/daten/news/amtsblatt/pdf/Amtsblatt%20Ausgabe%20689.pdf

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