Kommunale Komplementärwährungssysteme konzipieren

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Protokoll des 4. Treffens der TT FR Gruppe „Gerechtes Wirtschaften“  am 27. September 2011 in FR

Thema: Konzeption eines kommunalen Komplementärwährungssystems für die Stadt Freiburg

Anwesend: 10 (2 neu (aus Japan) +1 Gast aus Japan):

-M. O. hat Forstwirtschaft studiert und interessiert sich unter anderem für Umwelt- und Wirtschaftsfragen, dabei vor allem für das so genannte Verhältnis von 1. Welt und 3. Welt
-M. K. ist Mitglied einer TT-Gruppe im Süden Japans. Er bietet Erlebnisprojekte im Wald an, für Jung und Alt.
-M. K. hat ein Praktikum in der Ökostation und bei Fesa gemacht und interessiert sich für Umweltfragen.

Aus dem Beitrag von Otmar Donnenberg &Philipp Heist zum Thema Konzeption eines kommunalen Komplementärwährungssystems für die Stadt Freiburg:

Ottmar stellte eine „Selbstverständnis“ von Transition Town der Gruppe aus Göttingen vor, die den Geist dieser Bewegung in den Worten zusammengefasst hat:

Transition Towns sind kommunale, von der Bevölkerung getragene Bündnisse, die sich dem Wandel hin zu zukunftsfähigen, krisen­resistenten Lebensweisen in einer »postfossilen Welt« ­widmen.

http://www.oya-online.de/article/read/471-Der_aktive_Traum_vom_Wandel.html

Ottmar betonte auch, dass es wichtig ist, die Gemeinden, örtliche Institutionen einzubinden und nicht unabhängig von ihnen oder gar gegen sie etwas zu unternehmen und sich nur auf dem bürgerschaftliche Engagement zu stützen. Das würde nur endlos viel Kraft kosten und würde in den wenigsten Fällen zum Erfolg führen. Mit den eigenen Ressourcen angemessen umzugehen sei ein wichtiger Aspekt bei dem Bemühen, einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen

Ottmar und Philipp haben ihren Entwurf eines Bürgergeldes vorgestellt. Ich habe dazu diesem Protokoll das Schriftstück von Philipp als Anhang beigefügt.

Einige Stichworte:

  • Lokale Gemeinwohlwirtschaft mit lokaler Komplementärwährung (KW)
  • die EU erlaubt Komplementärwährungen
  • Es gilt zwischen Euro gedeckte Komplementärwährungen (z.B. Chiemgauer, Freitaler – die meisten Regiogelder) und durch Leistung gedeckte KW (z.B. Coins von Coinstatt, Urstromtaler, und Talente bei den Tuschringen) zu unterscheiden. Dazu gehört auch das von Philipp und Ottmar vorgestellte Bürgergeld, das kein Euro gedeckte Währung ist.
  • Philipp und Ottmar ging es bei dieser Präsentation um die Frage, wozu Geld und nicht um die Frage, warum überhaupt Geld
  • Jeder Geldschein weist denjenigen auf, der ihn mit einer Leistung zu decken hat. Grundsätzlich können Gemeinde, Firmen, Institutionen und Einzelpersonen Geld herausgeben.
  • die KW ist nicht als Ersatzwährung zum Euro gedacht, sondern ausschließlich als Zweitwährung, als Ergänzung zum Euro oder jeder anderen nationalen Währung. Wichtig sei es, sich um reale, konkret vorliegende Bedürfnisse zu kümmern, für die oft das Geld fehlt. Es wurde darauf hingewiesen, dass in den Tauschkreisen der Austausch von Handwerksleistungen zu kurz kommt, obwohl ein großes Bedürfnis danach besteht.

Die Frage des Geldes und der Komplementärwährungen wird uns weiter beschäftigen, denn “alles dreht sich ums Geld”.

Das an diesen Tag vorgestellte Konzept einer kommunalen Komplementärwährung gibt es auf Anfrage.

Seite der Gruppe „Gerechtes Wirtschaften“: http://ttfreiburg.wordpress.com/themengruppen/gerechtes-wirtschaften/. Weitere Protokolle der Gruppe.

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