Nicht Urknall, sondern Ur-Sprung

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Dies ist eine interessante Beschreibung über die Entstehung des Universums aus spiritueller Sicht von Armin Risi

Aus dem ewigen Urgrund des absoluten Seins entstehen (in zyklischen Kreisläufen) Urmaterie und Kosmos durch den allumfassenden Ursprung, ohne dass der Urgrund dadurch aufgelöst oder umgewandelt würde, ähnlich wie Licht sich nicht wandelt oder verringert, wenn irgendwo Schatten entsteht. Am Anfang des Universums war kein Ur-Knall, sondern ein Ur-Sprung, nämlich ein Quantensprung von Energie durch das „Medium“ des absoluten Bewusstseins (im Sanskrit Viru genannt). Durch diesen Ur-Sprung, dargestellt durch das Aus- und Einatmen Vitus, wird es möglich, dass vor dem Hintergrund der raum- und zeitlosen, spirituellen Welt parallel und ‚gleichzeitig“ eine materielle Welt von Raum und Zeit entsteht, bestehend aus zahllosen Universen, die anfänglich alle in einer feinstofflichen Form existieren.

Nun richten wir unseren Blick vom Bereich außerhalb der Universen hinein in das Universum, in dem wir leben. Das Uruniversum war anfänglich eine rein feinstoffliche Schöpfung. Dies war die erste Lichtwelt, entstanden als Spiegelbild der ewigen spirituellen Welt. Aus dieser ersten Lichtwelt ging die gesamte weitere kosmische Schöpfung hervor. Dies geschah durch eine interdimensionale Verdichtung (= lnvolution) von den höheren Welten bis hinunter in die Dimension der dichtesten Materie. Mit anderen Worten: Während das Ewige immer im „Hintergrund“ (immanent und transzendent) gegenwärtig ist, entstehen durch eine göttliche Schöpfung Raum und Zeit, d.h. die Vielzahl der Universen, und in jedem Universum zuerst die höchste, am wenigsten verdichtete Dimensionswelt. Dieser höchste „Himmel“ enthält potentiell alle anderen Parallelwelten, die im Lauf der Zeit – oder richtiger: im Lauf von Raum und Zeit – über Involution manifestiert werden. Die meisten Mysterientraditionen sprechen hier von sieben Dimensionsebenen.

Das Erklärungsmodell der Involution geht von der Realität der spirituellen (absoluten) Welt und von der Multidimensionalität des Kosmos aus, was bedeutet: Bewusstsein und Leben als Urprinzip sind ewige Realitäten; die verschiedenen Dimensionswelten und Lebewesen entstehen als „Abbild“ nach den prägenden „Vorbildern“ der nächsthöheren Dimension, letztlich nach dem Urbild des absoluten Bewusst-Seins. Das Spirituelle hat ein eigenes Sein und ist als Bewusst- Sein unabhängig von der Materie. Alle materiellen Formen entstehen direkt oder indirekt durch die Beseelung, die vom Spirituellen ausgeht. Obwohl das Spirituelle und das Materielle nicht dasselbe sind, bilden sie keine „absolute Zweiheit“ (Dualismus), aber auch keine „abstrakte Einheit“ (Monismus), sondern eine lebendige Ganzheit (beschrieben durch den Theismus).

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