Die Sucht nach Gewohntem und Vertrautem

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Ein Diskussionspapier der Herz Seele Gruppe zum Thema Bewusstsein und Wirklichkeit.

Wir produzieren die Wellen im Ozean unbewusst. Sind wir mit dem Augenblick in Kontakt, dann spüren wir aus unserer Verbindung mit dem Ganzen, was gerade im Fluss des Lebens ist. Nur dann werden wir diesem Fluss auch freien Raum geben, zu fließen. Wenn wir jedoch nicht präsent sind, werden wir Dinge tun, die nicht unserer inneren Wahrheit entsprechen. Wir werden Dinge sagen, die nicht stimmig und authentisch sind, wir werden Handlungen vollziehen, die uns tiefer in die Wogen des Lebens verstricken. Jedes Mal, wenn wir nicht präsent im Jetzt sind, schlagen wir Wellen. Die Menschheit produziert zurzeit viele Wellen, die nicht im Fluss des Lebens sind. Wir erlauben uns häufig nicht, unser erleuchtetes Potenzial zu verwirklichen. Warum ist das so? Wir werden sehr leicht süchtig nach unserer Wirklichkeit. Wir bilden Gewohnheiten aus, in denen wir in schläfrige Routine verfallen. Wir verharren in Partnerschaften, obwohl die Beziehung nicht mehr in Ordnung ist, wir bleiben in Arbeitsverhältnissen und merken doch längst, dass unser Herz sich nach etwas Neuem sehnt. Wir alle wissen, dass es manchmal Überwindung braucht, aus den alten Mustern auszubrechen und das Neue willkommen zu heißen.

Oftmals wurden Menschen in der Vergangenheit dafür verbannt, ja sogar verbrannt, dass sie etwas Neues in die Welt tragen wollten. Also wurden die Störenfriede ausgegrenzt. Oftmals wurde dadurch auch die keimende Evolution verbannt. Sicherlich wird sie irgendwann wieder sprießen, doch diese Pioniere ließen vielleicht ihr Leben für ihre Wahrheit. Warum? Weil sie dem Impuls folgten, die Sucht der Menschheit nach dem Festhalten an überkommenen Perspektiven zu überwinden.

Es liegt nun an jedem selbst, sich dieses Suchtverhalten bewusst zu machen und das Leben mit mehr Präsenz zu füllen. Nur wenn wir uns dieser Muster, die wir stricken gewahr werden können wir sie durchbrechen und aufhören, sie zu nähren. Damit entlasten wir unseren Schmerzkörper und beginnen jeden Augenblick wieder ganz zu erfahren, um nicht noch mehr Schmerz zu schaffen Die Welt ist wie sie ist es kommt nur darauf an wie sehr wir uns darauf einlassen sie zu erleben Auf diese Weise tauchen wir tiefer in die Geheimnisse der Schöpfung ein. Nur durch ein Ja zum Leben werden wir in den Kern der Wirklichkeit vorstoßen. Dann findet wahre Erkenntnis statt. In der tiefen Entspannung in die Erfahrung des Jetzt werden wir die Wahrheit und das Strahlen des inneren Lebens erkennen.

Innen und Außen fließen durch eine verfeinerte Wahrnehmung zusammen. Wir beginnen, den Zwischenraum zwischen den Objekten unseres Bewusstseins zu erforschen. Zuerst werden wir erkennen, dass der Raum dazwischen gar nicht so leer ist, wie er auf den ersten Blick scheint. Die Welt zwischen den grobstofflichen Elementen ist eben mit feinstofflichen Elementen gefüllt.

Unsere Reise führt uns nun zur feinstofflichen Beschaffenheit unseres Körpers.

Autor: Thomas Hübl, in: Sharing the Presence.

Kapitel: Bewusstsein und Wirklichkeit. 2009, Seite 38.

Ergänzung:

Sucht, in: Eine neue Erde von Eckhart Tolle. 9. Auflage, 2005, Seite  256-257, hier.

 

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Comment

  • Jörg Beger

    18. Juli 2017 at 12:07

    HALLO mICHAEL;

    SUPPER sACHE

    jÖR$G

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