Erste Bäume für den Waldgarten

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K1600_SAM_0890Der Sommer ist übers Land gezogen und der Herbst schickt seine ersten kalten Tage voraus- gerade dir richtige Zeit, um unsere Sommer-Aussaaten am Waldgarten genauer zu betrachten. Nähert Mensch sich dem Waldgarten fallen ihm bereits die Sonnenblumensträuße in den Händen der SpaziergängerInnen ins Auge, die ihre neue Bestimmung im Zieren der umliegenden Wohnzimmer finden dürften. In der Badischen Zeitung war gar von einem Gedicht zu lesen, das eine Leserin über die Blumenwiese am Deicheleweiher schrieb. Diese Zeichen stimmen bereits hoffnungsvoll.

An der Wiese angekommen staunen wir nicht schlecht über das Sonnenblumenmeer, das sich vor unseren Augen auftut. In allen Größen stehen sie da, einige recken ihre Köpfe gen Himmel, andere nicken bedächtig aufgrund des Gewichts ihrer Samenpracht. Sowohl in der Blühpflanzenmischung als auch als Abgrenzung der sechs strahlenförmigen Flächen hatten wir Sonnenblumensamen gesät- und die fühlen sich offensichtlich wohl am Deicheleweiher.

BK1600_SAM_0902ei näherem Hinsehen und besonders im Blühstreifen am Wegesrand sind zwischen den Sonnenblumen auch noch andersfarbige Blüten zu erkennen: unter anderen Malven, Klee, Nelken und Wicke kontrastieren das Gelb und komponieren ein buntes Blütenfeld, das zum Pflücken einläd.

Die drei Hafer-Sommerwicke-Flächen, die sich mit den Blühpflanzen-Flächen abwechseln, zeigen hingegen ein anderes Bild. Nur für das geschultere Auge ist hier erkennbar, dass der kurz nach der Aussaat gekeimte Hafer bereits durch Wind und Wetter niedergedrückt wurde und inzwischen ein zweites Mal Hafer aufläuft. Deutlicher erkennbar ist hingegen die Sommerwicke, die zusammen mit dem Hafer wie gewünscht Quecke & Co in Schach halten konnte.

Des Weiteren bewahrheitet sich, dass die Wildschweine die Blühpflanzenmischung meiden- ihre Spuren reichen lediglich bis zu den begrenzenden Beerensträuchern nahe des Deicheleweiher. Die Beerensträucher selbst blieben jedoch unberührt, die Wildschweine scheinen verstanden zu haben…

K1600_SAM_0938Nach dieser sommerlichen Zwischennutzung wollen wir nun den Herbst nutzen, um ein paar Schritte hin zu unserem Ziel eines Waldgartens zu gehen. Dazu wurden bereits erste Vorbereitungen getroffen: Teile der Wiese wurden gesenst und zu einer Miete aufgeschichtet, auf dass sie sich in wertvolle Komposterde verwandele. Ein kleiner Graben wurde ausgehoben und die ersten jungen Bäume und Sträucher eingeschlagen. Die am Waldrand gelegenen Holzstämme warten nur noch auf die richtige Säge, um in Zukunft als Bank eine Möglichkeit zur Erholung und Zusammenkunft zu bieten.

Die nächsten Aktionen sind für Anfang November geplant, wenn es dann heißt: Ran an die Bäume, fertig, los! Neben ersten Baum- und Strauchpflanzungen wollen wir die Sonnenblumenköpfe samt Samen in die Bäume hängen, um den bei uns überwinternden Vögeln eine Freude zu bereiten. Die Rosskastanien bekommen Unterstützung im Kampf gegen die Miniermotte, indem wir ihr Laub entfernen. Außerdem wollen wir lauschige Plätze kreieren, die zum Verweilen einladen und uns eine Möglichkeit zu Besprechungen bieten.

Wenn du weitere Ideen hast oder gerne dabei sein möchtest bei den nächsten Aktionen, melde dich gerne unter urbanes.gaertnern [at] ttfreiburg [dot] de!

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